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Buchtipps - Krimis

Passend für den Herbst gibt es die schönen gruseligen Geschichten, illustriert von Kat Menschik.  

Alle Fans von Fred Vargas und skurrilen Krimis können aufatmen: Es gibt zur herbstlichen Lesezeit einen neuen Roman von der französischen Schriftstellerin.  Der recht eigensinnige Kommissar aus Paris ermittelt in diesem Fall mal wieder weit über die Stadtgrenze hinaus; es verschlägt das Polizeiteam in den Süden Frankreichs. Dort sterben eine Reihe von Männern durch Spinnenbisse - allerdings ist diese Spinne gar nicht so giftig. Wer hat also nachgeholfen und warum? Die Spur führt in die Vergangenheit zu einer Gruppe von Jungen, die alle in einem Waisenhaus aufgewachsen sind.

Ein Krimi à la Sherlock Holmes spielt im düsteren Stockholm im Jahre 1793.  Dort ermitteln der beratende Angestellte Cecil Winge und mit seinem Helfer Mickel Cardell für die Polizei.  Das ungleiche Paar versucht bestialische Morde aufzuklären; definitiv nichts für Zartbesaitete. Es beginnt mit einer üblen zugerichteten Wasserleiche und führt in sämtliche Ober- und Unterschichten Schwedens.   Es ist interessant zu erfahren, wie diese beiden Köpfe in der damaligen Zeit ermitteln - ohne die Profiler, DNA-Nachweise etc.

"Aus der Matratzengruft" Wenn Kommissar Wisting sich einmal im Jahr den Fall von Katharina Haugen vornimmt, die seit 24 Jahren verschwunden ist, erhofft er sich jedesmal aufs Neue, dass er etwas finden wird, das er bisher übersehen hatte. Durch neue Techniken gibt es in diesem Jahr Indizien für eine Verbindung zu einem anderen Vermisstenfall. Die Karten werden neu gemischt.

"Aus der Matratzengruft" Korede und Ayoola sind Schwestern. Sie leben in Nigeria. Ayoola ist verletzlich und sehr schön, Korede eher praktisch. Die eine hilft der anderen beim Beseitigen der Toten, die es immer wieder zu beklagen gibt. Ein Krimi, der es in sich hat. Er ist witzig und voller Lebensfreude und dann wieder sehr ernst. Er ist überraschend und feministisch, ungewöhnlich und gut! Petra Riggers  

Ich habe mich ja schon einmal "geoutet". Ich lese sehr gerne Ermittlerkrimis und das ist wieder einer, der mir gefällt. Oliver Hilmes, bekannt geworden duch seine historischen Veröffentlichungen, begibt sich in ein etwas anderes "Genre" und schreibt eine Kriminalgeschichte. Der Fall, dem er sich widmet, ist historisch belegt. Hilmes hat lange in Archiven recherchiert und er kennt sich im Berlin der 30er Jahre gut aus.