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Buchtipps - Romane

Was zwingt einen Orgelstimmer dazu, nachts zu arbeiten? Als Gabriel Pottjewijd in eine Hafenstadt im Süden von Holland reist, um seine Arbeit an einer berühmten Orgel zu beginnen, wird er mit diesem Problem konfrontiert. Die Geräusche, die von der Werft kommen, sind so laut, dass er tagsüber nicht konzentriert arbeiten kann. Und das ist nicht die einzige „Merkwürdigkeit“, die ihm in dieser Stadt begegnet.

Wie auch schon in ihren vorherigen Büchern erzählt Ellen Sandberg die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen. Heute die fast 60jährige Ulla, die sich überlegen muss, ob sie das „Häuserl“ ihrer verstorbenen Mutter verkaufen möchte oder nicht. Das „Häuserl“, das auf dem Grundstück einer ehemaligen Kommune, dem Moarhoft, steht und deren Mitglied ihre Mutter Helga war, bevor sie sich genau dort erschossen hat, als Ulla gerade erst 15 Jahre alt war.

England 1238. Adela of Waringham und Bedric, Sohn Leibeigener, sind zusammen aufgewachsen, da Bedrics Mutter Adela als Amme gedient hat. Als junge Frau wird Adela Hofdame der Schwester der Königin und kurz darauf mit einem Ritter des Königs verheiratet. Bedric will sich nicht seinem Schicksal als Leibeigener fügen und flieht aus dem Dorf nach London, denn Stadtluft macht frei. Dort begegnet er Simon de Montfort, dem Schwager des Königs und wird als Bogenmacher in sein Heer aufgenommen.

Vilma, 35jährige Klavierlehrerin, lebt ihr ganz eigenes Leben. Vater unbekannt, Mutter seit mehr als 30 Jahren tot, und auch die Großtante, die Vilma aufgezogen hat, lebt nicht mehr. Vilma lebt also so vor sich hin in dem Haus, in dem sie groß geworden ist, als es plötzlich an der Tür klingelt. Es klingelt? Es klingelt doch eher nie. Als Vilma die Tür öffnet, stehen davor ein Pastor und ein Sektionsassistent.

Adalbert Hanzon, Mitte 70 und Exknacki, hat nicht mehr so sehr viel vom Leben. Außer Rückenschmerzen und ein paar mehr oder wenige gepflegte Trinkgelage mit seinem Nachbarn. Doch dann sieht er plötzlich in der Apotheke SIE, seine einzige wahre Liebe, die er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Aber kann das sein? Kann es SIE in denselben Ort wie ihn gezogen haben? Nach all den Jahren soll er SIE wiedergefunden haben?

Erinnern Sie sich noch an unseren Krimiabend im Pferdestall mit Melanie Raabe im Jahr 2016? Damals stellte sie ihren Krimi „Die Wahrheit“ vor. Dieses Jahr gibt es keinen Krimi von ihr, aber „Die Kunst des Verschwindens“ ist genauso spannend und atemberaubend wie ihre Krimis. 

  Die Ausgangsdaten für dieses brilliante Romandebüt sind in Bremerhaven nicht ganz unbekannt: Eine deutsche Stadt mit amerikanischer Kaserne und vier Jugendliche, deren Väter US-Soldaten sind.

Klara, erblindet, nimmt neunzigjährig ihre Lebensgeschichte auf Kassetten auf. Auch all die Geheimnisse, von denen noch nicht einmal ihre Kinder wissen. Mit Anfang zwanzig hat sie, Mitten in der Wirtschaftskrise, ihren Traumjob als Lehrerin in einem Kinderheim in Oranienburg angetreten. Doch das Heim kommt schnell an seine wirtschaftlichen Grenzen.

Drei Außenseiter, die der pure Zufall zueinander geführt hat, verwandeln ein Wohnmobil in ein buntes Gourmet-Restaurant und brechen auf, um die Welt ein klitzekleines Bisschen besser zu machen. Abhalten lassen sie sich von niemandem, auch nicht von eigenwilligen Herrschern oder dubiosen Diplomaten.

Marlies heiratet in der Nachkriegszeit in einen alteingesessenen hessischen Hof ein. Doch für sie soll das Leben in Freiheit und im Wirtschaftswunder mehr bieten. als nur Arbeit. Damit hat sich ihre Schwiegermutter Lisbeth abgefunden und der Hof und sein Erhalt ist ihr einziger Lebenssinn. Die beiden Frauen tragen Kämpfe um die Vorherrschaft aus. Als Joanna geboren wird, weitet sich dieser Streit auch auf deren Erziehung aus. Doch fortan wird sie zu einem verbindenden Element.