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Buchtipps - Romane

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach einer Insel? Familie Sander lebt bereits seit fast 300 Jahren auf einer Nordseeinsel. Hanne hat sich immer geweigert, entweder abschiedswinkend oder sehnsuchtsvoll wartend an der Kaje zu stehen. Sie hat ihr Leben selbst in die Hand genommen und ihr Haus für Sommergäste geöffnet. Da störte ihr Mann, von See kommend, im Sommer nur.

Erinnert sich jemand an die die Kornkreise, die ständig überall auftauchten? In diesem Roman entwirft Myers zwei ungewöhnliche Figuren, die dafür verantwortlich waren und erfreut uns mit Schlagzeilen, die von regionalen Blättern zu internationalen "seriösen" Schlagzeilen werden und sich mit diesem rätselhaften Phänomen befassen.

1953 erstmals erschienen, verarbeitet die Schriftstellerin, die eher für schaurige Geschichten bekannt war, ihr turbulentes Familienleben im Vermont der 1950er Jahre. Mit einem Ehemann, der mit seinen Nachkommen erst etwas anzufangen weiß, sobald diese lesen und schreiben können. Und auch die Kinder tanzen der Mutter, die Arbeit und Haushalt unter einen Hut zu bekommen versucht, auf der Nase herum.

Brooklyn, New York. Sofia Colicchio und Antonia Russo sind beste Freundinnen. Aufgewachsen im Mafia-Milieu sind sie unzertrennlich und doch vollkommen verschieden. Ein wilder Freigeist die eine, bedacht und still, doch von großer Beobachtungsgabe die andere. Als Antonias Vater, der sich aus der 'Familie' lösen will, eines Tages plötzlich verschwindet, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

William Lavery feiert 1966 seine mit Auszeichnung bestandene Prüfung, als Einbalsamierer und Bestatter, als ihn die Nachricht erreicht, dass sich im walisischen Aberfan eine furchtbare Katastrophe ereignet hat. Die Abraumhalde einer örtlichen Kohlezeche ist nach massiven Regenfällen ins Rutschen gekommen und hat 144 Menschen unter sich begraben, darunter 116 Kinder. Man erbittet Hilfe, um die Toten auf die Identifizierung vorzubereiten.

Eine Familiengeschichte aus Italien über mehrere Generationen hinweg erzählt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts heiratet jemand aus dem fahrenden Volk in die Familie ein, was der Geschichte immer wieder ein klein wenig Magisch-Mystisches einhaucht. Und so geht es vom 19. Jahrhundert auf mehr als 500 Seiten bis in das 21. Jahrhundert hinein, wie es sich gehört: Mit Tragödien, Romantik und rätselhaften Vorkommnissen.

Marie stammt aus einer Familie von Kriegerinnen, hat königliches Blut, wurde aber als Bastard geboren und ist dazu recht ungebunden aufgewachsen. Sie verehrt ihre Königin, Eleonore von Aquitanien, doch der ist sie ein Dorn im Auge und so wird Marie nach England verbannt, um dort Priorin eines abgelegenen Klosters zu werden.

Zeljko, von allen nur Jimmy genannt, wächst in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen auf. Sein Vater ist Bauarbeiter, seine Mutter Putzfrau. Da seine Eltern fast nie zu Hause sind, kümmert er sich um seine jüngere Schwester Ljuba. Eine Putzstelle hat seine Mutter in Heidelberg bei Frau Gruber, die alles hat, was Jimmy sich wünscht: Selbstbewusstsein, Bildung und vor allem Bücher. Durch einen Ferienjob, den sie ihm anbietet, kommen sie sich näher.

Violeta schreibt, am Ende ihres Lebens, einen Brief an ihren geliebten Enkel. Darin erzählt sie ihre Lebensgeschichte und damit die Geschichte ihres Landes in 20, Jahrhundert. Vom Beginn, als das Land, noch erschüttert vom 1. Weltkrieg, mit Verzögerung zu den europäischen Staaten doch noch von der Spanischen Grippe heimgesucht wird. Die Pandemie übersteht die Familie, dank der Weitsicht des Vaters noch ganz gut, doch dann kommt die Weltwirtschaftskrise.

Florian Illies hat ein ganz besonderes Porträt der Jahre 1929 - 1939 geschaffen. In Tagebuchauszügen, Briefen, kurzen Beschreibungen. Mit seiner Auswahl fängt er die Schlüsselmomente des Aufkommens der Nationalsozialisten ein. Wir wissen, was sich da zusammenbraut, nicht aber die Künstler, wie Max Beckmann, Otto Dix, Paul Klee, die Schriftsteller, wie Bertold Brecht, Else Lasker-Schüler, F. Scott Fitzgerald und andere Menschen, die damals eine wichtige Rolle gespielt haben, die in der Zwischenzeit aber unverständlicherweise in Vergessenheit geraten sind.