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Buchtipps - Sachbücher

Hans Scharoun, geboren in Bremen, aufgewachsen in Bremerhaven, war einer der ganz großen Deutschen Architekten. In diesem Buch werden erstmals alle 32 von ihm entworfenen und erhaltenen Gebäude vorgestellt. Viele davon in Bremerhaven. Ein Bildband den man immer wieder in die Hand nehmen wird. Passend zur Ausstellung im Historischen Museum Bremerhaven "Entwürfe, Visionen, Modelle", die noch bis zum 26.2.2023 läuft.

Der Flug geht weiter.  Nach "Bremerhaven von oben" setzt die Nordseezeitung die Reise fort und beschert uns nun das Geestland aus der Vogelperspektive, angereichert mit textlichen Annährerungen und wieder im schön ausgestatteten Querformat. Selbstverständlich ein Muss. (Empfohlen von Jens Fleischer)  

Wie Menschen heute zur Ware genutzt werde, schreibt Dietmar Roller, der mit vielen Organisationen weltweit zusammenarbeitet und sich für Bedürftige einsetzt, eindringlich und klar. Und trotzdem finde ich sehr gut, wie er auch selbst im tiefsten Leid Freude und Lachen mitbekommt, sich drüber wundert, neue Hoffnung schöpft und jedem mitteilt: Wir können alle etwas gemeinsam tun.

Und wieder hat Andrea Wulf ein wirklich fabelhaftes Buch über eine fabelhafte Zeit geschrieben: Um 1800 war ordentlich was los im deutschen Lande! Politische Strukturen sind aufgebrochen (die Französische Revolution und kriegerischen Auseinandersetzungen). Philosophen und Dichter haben an den Universitäten neue Ideen gelehrt.

Die österreichische Journalistin Antonia Rados bringt seit den 80er Jahren interessierten Lesern das Land Afghanistan näher. Sei es politisch, frauenrechtlerisch, kulturell oder einfach nur familiär. Wer also über Afghanistan mehr wissen möcht, kann sich in das ca. 300 Seiten dicke Buch mit Fotos zu Gemüte führen und abtauchen in eine andere Welt. Menschlich, gut erzählt, einerseits auf einer sachlichen, andererseits in einer sehr bewegenden Art.

In den 1980er Jahren wurde, fast aus Versehen, die Zeche Zollern in Dortmund vor dem Abriss bewahrt und unter Denkmalschutz gestellt. Als erstes Bauwerk der Industriekultur. Zum Glück. Eine Besichtigung lohnt sich unbedingt. Und dieser wunderbare Bildband mit wunderschönen Bildern und interessanten Texten regt dazu an, auf den Spuren der frühen Industrie und ihrer ganz eigenen Schönheit zu reisen, oder wenigstens einen Besuch rechts und links der kulturellen oder anderen Urlaubsreisen in Erwägung zu ziehen.

Unser Grundgesetz. Besonders in diesen Krisenzeiten die Grundlage jedes gesellschaftlichen Diskurses in unserem Land und vielen anderen Ländern, die sich diesen Gesetzestext als Vorlage für ihre Verfassung genommen haben. Nun haben namhafte Schriftsteller*innen ihre eigenen Gedanken und Erlebnisse mit diesem oftmals trockenen Gesetzestext literarisch verarbeitet. Herausgekommen ist ein wunderbar lesbarer und vor allem verschenkbarer Schatz.

Florian Illies hat ein ganz besonderes Porträt der Jahre 1929 - 1939 geschaffen. In Tagebuchauszügen, Briefen, kurzen Beschreibungen. Mit seiner Auswahl fängt er die Schlüsselmomente des Aufkommens der Nationalsozialisten ein. Wir wissen, was sich da zusammenbraut, nicht aber die Künstler, wie Max Beckmann, Otto Dix, Paul Klee, die Schriftsteller, wie Bertold Brecht, Else Lasker-Schüler, F.

„Unabgeschlossenes - left wide open“ ist eine Kulturgeschichte der Verriegelung, eine kreative Entschlüsselung des Bremer Stadtwappens, eine eigenwillige Tour durch die Überseehäfen Bremerhavens und nicht zuletzt ein außergewöhnliches Buchobjekt. 

Der wunderschön illustrierte, ja beinahe schon "Klassiker"-Naturkalender von Marjolein Bastin ist auch schon wieder zu bekommen.  Jedes Jahr kann man sich erneut daran erfreuen: die hübschen Zeichnungen und noch netteren Kommentare, die einem so in der Naturwelt begegnen.  Die ganz zarten und entzückenden Beschreibungen von der Pflanzen- und Tierwelt lassen einen auch wieder anders in die Umwelt gucken und zur Ruhe kommen.  Außerdem hat man genug Platz für ein ganzes Jahr zum Eintragen - und entdeckt ja vielleicht auch seine eigene kreative Ader?!