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Buchtipps - Sachbücher

Unser Grundgesetz. Besonders in diesen Krisenzeiten die Grundlage jedes gesellschaftlichen Diskurses in unserem Land und vielen anderen Ländern, die sich diesen Gesetzestext als Vorlage für ihre Verfassung genommen haben. Nun haben namhafte Schriftsteller*innen ihre eigenen Gedanken und Erlebnisse mit diesem oftmals trockenen Gesetzestext literarisch verarbeitet. Herausgekommen ist ein wunderbar lesbarer und vor allem verschenkbarer Schatz.

Florian Illies hat ein ganz besonderes Porträt der Jahre 1929 - 1939 geschaffen. In Tagebuchauszügen, Briefen, kurzen Beschreibungen. Mit seiner Auswahl fängt er die Schlüsselmomente des Aufkommens der Nationalsozialisten ein. Wir wissen, was sich da zusammenbraut, nicht aber die Künstler, wie Max Beckmann, Otto Dix, Paul Klee, die Schriftsteller, wie Bertold Brecht, Else Lasker-Schüler, F.

„Unabgeschlossenes - left wide open“ ist eine Kulturgeschichte der Verriegelung, eine kreative Entschlüsselung des Bremer Stadtwappens, eine eigenwillige Tour durch die Überseehäfen Bremerhavens und nicht zuletzt ein außergewöhnliches Buchobjekt. 

Der wunderschön illustrierte, ja beinahe schon "Klassiker"-Naturkalender von Marjolein Bastin ist auch schon wieder zu bekommen.  Jedes Jahr kann man sich erneut daran erfreuen: die hübschen Zeichnungen und noch netteren Kommentare, die einem so in der Naturwelt begegnen.  Die ganz zarten und entzückenden Beschreibungen von der Pflanzen- und Tierwelt lassen einen auch wieder anders in die Umwelt gucken und zur Ruhe kommen.  Außerdem hat man genug Platz für ein ganzes Jahr zum Eintragen - und entdeckt ja vielleicht auch seine eigene kreative Ader?!

Zu jeder der 100 Redewendungen gibt es interessante und unterhaltsame Fakten rund um Bedeutung, Ursprung und Verwendung sowie Fun Facts für Sprachliebhaber wie verwandte Redewendungen in anderen Sprachen.

Als Bettina Tietjen ihre alten Tagebücher wiederfindet ist sie natürlich neugierig und begibt sich auf eine Zeitreise zu ihrem jüngeren Ich. Alte Liebschaften, Träume, Ziele, politische Ansichten, die Abnabelung aus ihrem strengen Elternhaus und ihr heutiger Blick auf die Person, die sie einmal war. Das Buch ist spannend und macht Spaß, ist interessant und unterhaltsam – sie kommt bei Schreiben genauso sympathisch und ehrlich rüber wie im Fernsehen. Empfohlen von Katja Müller

Faszinierend erzählt Louise Erdrich über ihren Stamm, ihre Bücher, ihre Geschichte. Über ihre Familie, über sich selbst, über Literatur. Wenn zum Lesen nur ein paar Minuten Zeit übrig sind, ist dieses Büchlein hervorragend geeignet, um aus dem Alltag zu kommen und sich Gedankenanregungen zu holen. Und trotzdem entspannt zu bleiben. Sehr schön zu lesen.

Das Kriegsende am 8. Mai 1945 stellen wir Nachgeborene uns immer als friedlich vor: endlich war all das Schlimme vorbei. Familien fanden sich wieder, es gab zu Essen und Kaugummis, nach langer Entbehrung wieder Kultur, Tanzveranstaltungen und Freude am Leben,  Trümmerfrauen räumten auf, es dauerte nicht lang, bis die Währungsreform das Wirtschaftswunder einleitete. Doch dieses umfassend recherchierte Buch berichtet von Zusammenbruch, Rechtlosigkeit, Gewalt und von einer Welt, die vollkommen aus den Fugen geraten war. Keine leichte Lektüre, aber ein absolutes Muss.

Über Wasser tummeln sich die unterschiedlichsten Menschen und Fregatten in den europäischen Gewässern. Faszinierend wird jedes Objekt beschrieben und kann bestaunt werden.  

Mit eindrucksvollen Bildern und eindringlichen Texten wird in diesem Bildband gezeigt, wie wunderschön und fragil die Unterwasser (hier rund um Südafrika) ist - und es vielleicht bald nicht mehr sein wird.